Museum Friedland – „I FEEL“

1. Mai – 12. Juni im Saal des Paulus-Hauses

Die Sonderausstellung „I FEEL“ geht auf ein außergewöhnliches Kunstprojekt des Museums Friedland zurück. Im Winter 2016 malte die Sudanesin Khadija Rachid als Teilnehmerin eines Let’s-Paint-Workshops, der Teil des Bildungsangebotes des Museums Friedland für die Bewohner*innen des Grenzdurchgangslagers Friedland ist, ein halbes Frauenportrait in Schwarz-Weiß. Dieses Bild zog wenige Monate später Miriam Gerhardt vom Service Civil International – Study Camp in seinen Bann. Sie konnte die Gedanken spüren, die Khadija Rachid beim Malen bewegt hatten. Dieses Gefühl der Verbundenheit „I feel her“ inspirierte sie dazu, ein komplementäres, farbiges Frauenportrait zu zeichnen.

Von der Idee des Dialogs in der Sprache der Kunst überzeugt, konnte Samah Al Jundi-Pfaff, die die Bildungsangebote des Museums Friedland für die Bewohner*innen des Grenzdurchgangslagers leitet, weitere Künstlerinnen für „I FEEL“ gewinnen. In der Folge entstanden elf sehr emotionale Gemälde. Die eine Hälfte des Bildes wurde jeweils von Künstlerinnen gemalt, die ihre Heimat verlassen mussten und über das Grenzdurchgangslager Friedland nach Deutschland gekommen sind. Die zweite Hälfte füllten deutsche Künstlerinnen – mal gegensätzlich, mal komplettierend.

Die Worte „I feel“ ziehen sich unausgesprochen durch alle Werke. Sie stehen für Emotionen, für Verlust und Angst, aber auch für Hoffnung. Jedes Bild zelebriert den Geist der Neugier und visualisiert Offenheit, Achtsamkeit, Empathie und das Gefühl von Gemeinschaft und persönlicher Geschichte. So werden die Bilder zu einem einzigartigen Beispiel für die künstlerische Verarbeitung von Flucht und Vertreibung.

QR-Codes an den Gemälden verlinken zu weiterführenden Informationen über die Künstlerinnen sowie exklusive Videointerviews ergänzen das Angebot.

Das Museum Friedland

Das als außerschulischer Lernstandort anerkannte Museum Friedland wurde 2016 eröffnet. Es erforscht, sichert, präsentiert und vermittelt die Geschichte und Gegenwart des Grenzdurchgangslagers Friedland. Wechselausstellungen lenken in historischer und gegenwartsorientierter Perspektive zudem den Blick auf die vielschichtigen Prozesse von Abschied, Ankunft und Neubeginn im Allgemeinen sowie von Migrationspolitik, gesellschaftlicher Teilhabe, Grenzen, Identitäten und Zugehörigkeiten, Kriegsfolgen, Menschenrechten und Asyl im Speziellen.

Das Museum Friedland ist mittwochs bis sonntags zwischen 10 und 18 Uhr geöffnet. Für alle Fragen rund um den Besuch im Museum Friedland ist der Besucherservice telefonisch unter 05504.8056-200 oder per E-Mail unter besuch(at)museum-friedland.de zu erreichen.

Niedersachsen packt an

NIEDERSACHSEN PACKT AN ist eine gemeinsame Initiative des Deutschen Gewerkschaftsbundes, der beiden christlichen Kirchen, der Unternehmerverbände Niedersachsen und der Niedersächsischen Landesregierung. Zusammen mit den kommunalen Spitzenverbänden, den großen Hilfs- und Wohlfahrtsorganisationen, vier der fünf im Niedersächsischen Landtag vertretenen Parteien, Unternehmen, Kammern, zahlreichen Verbänden und tausenden Einzelpersonen arbeiten wir seit Ende 2015 gemeinsam daran, den geflüchteten

Menschen Schutz zu geben und einen Neustart in Niedersachsen zu ermöglichen. Als überparteiliches Aktionsbündnis von Politik und Zivilgesellschaft zeigen wir, was Niedersachsen ausmacht: Solidarität, Toleranz und gesellschaftlicher Zusammenhalt.

Für uns ist es von größter Bedeutung, dass Menschen mit unterschiedlicher Herkunft und Religion friedlich miteinander in unserem Land leben und sich gut integrieren können.

Das Bündnis ist eine offene und lebendige Allianz, dem sich bereits über 3.000 Einzelpersonen und Institutionen angeschlossen haben. Gemeinsam steht das Bündnis für ein demokratisches, pluralistisches, weltoffenes und tolerantes Niedersachsen. Machen auch Sie mit und werden Sie Unterstützer/in des Bündnisses NIEDERSACHSEN PACKT AN unter www.niedersachsen-packt-an.de.