St. Paulus

Brot für die Welt dankt Spendern

Mit hochgeklappten Seitenwänden steht der kleine italienische Lieferwagen, ein Piaggio Ape, auf dem Buchholzer Wochenmarkt. Große Bilder zeigen aktuelle Projekte von Brot für die Welt, dem Hilfswerk der Evangelischen Kirche in Deutschland. Immer wieder bleiben Wochenmarkt-Besucher an dem kleinen, auffälligen Fahrzeug stehen. „Wir möchten uns bei Ihnen bedanken, mit Ihren Spenden unterstützen Sie die Arbeit von Brot für die Welt“, sagt Reiner Focken-Sonneck und verteilt als Dankeschön kleine Geschenke, wie etwa Lollis, kleine Lastenesel-Anhänger, Lesezeichen, Blumensamen, Schreiber und Blöcke. Seit 60 Jahren gibt es Brot für die Welt. Die Organisation feiert dies mit einer Jubiläumstour unter dem Motto „60 Jahre – 60 Tage – 60 Orte“ und reist mit der Piaggio Ape an 60 Orte der Landeskirche, um Spendern zu danken. Am 3. August 2019 machte das Fahrzeug Halt in Buchholz.

Reiner Focken hat 25 Jahre für die Organisation gearbeitet, für die Jubiläumstour übernahm er ehrenamtlich zwei Fahrten mit fünf Reiseorten. Im Juli fuhr er von Osnabrück ins Emsland und ist nun von Rotenburg nach Lüneburg unterwegs. „Die Menschen sind erst einmal überrascht, dass wir uns bedanken wollen und nicht um Spenden bitten. Sie finden die Aktion gut und freuen sich über die kleinen Geschenke“, sagt Focken-Sonneck. Und wie fährt es sich in der Ape? „Es ist schon eine kleine Herausforderung, sie hat noch ein unsynchronisiertes Getriebe, da muss man beim Kuppeln und Einlegen der Gänge noch richtig arbeiten.“ 58 Kilometer schafft die kleine Biene („Ape“ bedeutet zu deutsch „Biene“) als Höchstgeschwindigkeit. „Dies erreicht man aber erst nach 15 Minuten“, lacht Focken-Sonneck.

„Es ist eine schöne Idee von Brot für die Welt, sich mit dieser Aktion zu bedanken. Die Organisation bringt Spenden der Menschen an Orte der Welt, die Hilfe benötigen und versorgt uns mit Hilfsberichten und Eindrücken von dort“, sagte Pastor Arne Hildebrand. Die Piaggio Ape hatte am Wochenmarkt-Stand der Kirchengemeinde Station gemacht. Seit Mai ist die Kirchengemeinde an einem Sonnabend im Monat mit einem Stand unter dem Titel „#PaulusMarkt“ vertreten und informiert über das Gemeindeleben. Am 3. August 2019 präsentierte das Diakonische Werk seine Arbeit, im Oktober ist der ökologische Einsatz auf dem Friedhof Thema des Standes. 

Carolin Wöhling